Blockwochenexkursion: Entwicklungszusammenarbeit in Köln /Bonn

Vom 3. – 7. November machten sich einige Studierende des  Masterstudiengangs Management in Nonprofit Organisationen auf den Weg in die alte Bundeshauptstadt um wichtige Akteure im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit kennenzulernen.

Während der fünf Tage gewährten das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, CARE (die mit dem CARE-Paket), die Welthungerhilfe und der entwicklungspolitische Verband VENRO den Studierenden einen Einblick in ihre tägliche Arbeit und standen auch bei kritischen Fragen Rede und Antwort.

Beim BMZ sprach Marita Steinke, zuständig für den Bereich Menschenrechte und Good Governance, über die Leitprinzipien der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Obwohl die Lage und Gebäude des Ministeriums in Bonn längst nicht so prominent und prunkvoll sind wie bei seinem Bruder, dem Auswärtigen Amt in Berlin, konnte die Institution mit Kompetenz, Geduld und einem fairen Gespräch auf Augenhöhe punkten. Zusätzlich durfte man sich noch privat eindecken, u. a. mit Fairtrade-Kaffee, praktischen Handyputzern, einer riesigen Weltkarte und wunderschönen blauen Regenschirme.

Mit all diesen schönen Sachen im Gepäck ging es weiter zum Gespräch bei CARE, die uns sehr nett und herzlich empfangen haben. Dort standen vor allem die Geschichte und die Erfolgskennzahlen des Vereins im Fokus des Gesprächs.

Bei der Welthungerhilfe ging es um ganz vielfältige Themen: gesellschaftliche Teilhabe, Advocacy und um die Frage wie der Verein sich eine möglichst große Unabhängigkeit erhalten kann. Nicht zuletzt erhielt man einen guten Eindruck davon wie ein traditionsreicher Verein sich immer wieder neu erfinden kann und innovativ bleibt. Zuletzt mit der Lemonface Challenge, die die WHH zusammen mit Ytitty über YouTube ins Leben gerufen hat und ähnlich wie die Icebucket Challenge von ALS funktioniert.

Zuletzt stand ein Besuch bei VENRO an. In seiner Rolle als entwicklungspolitischer Verband, der Einzelorganisationen vernetzt, wurde in dem Gespräch die Wichtigkeit von Kohäsion betont: Wer kann Mitglied werden; Was sind die Aufnahmebedingungen für eine Mitgliedschaft; Wie stellt man eine Kommunikation unter den Mitgliedern sicher? Dabei wurde klar, Koordination ist alles.

Neben den Exkursionsbesuchen wurden noch viele weitere kulturelle Angebote genutzt: ein ökologischer Stadtrundgang, ein Besuch im Museum Ludwig, eine ausführliche Führung rund um und durch den Kölner Dom sowie einem Besuch in einem traditionellen Kölner Brauhaus, das als eines der letzten sein Bier noch selbst braut. Alles in allem eine gelungene Exkursion, von der nicht nur die DAAD-Stipendiaten profitierten, sondern alle Studierende: es konnten neue Kontakte geknüpft werden (sowohl untereinander als auch zu den Organisationen), und einen guten Eindruck von der praktischen Seite der gelehrten Studieninhalte bekommen konnte.